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Erfolge teilen, Hindernisse überwinden – Prävention im intensiven Austausch

AGP-Arbeitsgemeinschaft Prävention 27.04.2026 17:30

Verfasser: AG Präventon (Vera Schwermer-Funke); Lesezeit: 4 Minuten

 

Netzwerktreffen der AG Prävention: Erfolge teilen, Hindernisse überwinden – Prävention im intensiven Austausch

 

Am Donnerstag, den 23. April 2026, traf sich die AG Prävention mit allen Interessierten zum Netzwerktreffen (NWT) – und der Abend zeigte einmal mehr, wie groß der Bedarf an Austausch, Orientierung und praxisnahen Lösungen im Bereich Prävention ist.

Den Auftakt machte Vera Schwermer-Funke mit einer herzlichen Begrüßung sowie einer kurzen Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft. Damit waren die rund 17 Teilnehmenden direkt im Thema und konnten sich auf einen vielseitigen Abend einstimmen.

Im Anschluss gab Julian Resch einen Kurzvortrag zur bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, Menschen nicht nur über die Bedeutung von Bewegung aufzuklären, sondern auch konkret zur Bewegung zu befähigen.

Wie bereits in den vergangenen Treffen gewünscht, lag der Schwerpunkt danach auf dem offenen Austausch – ganz im Sinne des Veranstaltungstitels „Erfolge teilen, Hindernisse überwinden“. Die Themenvielfalt war groß, und schnell wurde klar: Die Herausforderungen in der Prävention sind ebenso breit gefächert wie die Arbeitsfelder der Teilnehmenden.

Besonders wertvoll war in dieser Phase auch der Input von Frank Bertelsmeier und Ralf Wessels, die als Experten mit ihrem Wissen viele Fragen einordnen und praxisnahe Hilfestellungen geben konnten.

Das Startthema war die Zertifizierung von Präventionskonzepten durch die ZPP. Hier wurde deutlich, dass es einige Stolpersteine gibt und viel Geduld gefragt ist. Besonders wichtig ist das präzise Wording im Stundenverlaufsplan sowie die konsequente Umsetzung von Änderungsanforderungen. Rückmeldungen der ZPP sollten Punkt für Punkt so eingearbeitet werden, wie sie formuliert sind. Gleichzeitig wurde diskutiert, dass es in manchen Fällen sinnvoller sein kann, neue Konzepte zunächst im Selbstzahlerbereich zu etablieren und für ZPP-Kurse auf bereits bewährte Konzepte zurückzugreifen (z.B. bei der AG).

Auch die Rolle von §20-Kursen wurde beleuchtet: Diese dienen häufig als „Türöffner“ – sowohl im Kontext von Arbeitgebern als auch in der direkten Ansprache von Patientinnen und Patienten. Ergänzend dazu berichteten Teilnehmende von positiven Erfahrungen mit niedrigschwelligen Angeboten im Selbstzahlerbereich, etwa in Form von Themenabenden oder kompakten Kurzformaten in Praxen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Frage, wie Prävention in klinischen Einrichtungen umgesetzt werden kann. Hier bieten große Mitarbeiterpools durchaus Potenzial, um präventive Angebote strukturiert zu verankern und zugänglich zu machen.

Auch die Teilnahme von Menschen mit chronischen Erkrankungen an Präventionskursen wurde thematisiert. Laut Definition dürfen an §20-Kursen nur Personen ohne behandlungsbedürftige Grunderkrankung teilnehmen – ein Punkt, der in der Praxis immer wieder zu Unsicherheiten führt und als Grauzone wahrgenommen wird. Die AG wird sich diesbezüglich nochmal genauer zu Wort melden.

Zum Abschluss wurde ein deutliches Interesse an Präventionsangeboten für Kinder geäußert. Zu der Zukunft dieses Themas wird sich das Team der AG noch Gedanken machen.

Nicht zuletzt zeigte sich im Verlauf des Abends auch ein wiederkehrendes Interesse am Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Aufgrund der hohen Relevanz wird diesem Thema ein eigenes Netzwerktreffen gewidmet werden. Der Termin wird dann über unsere Website bekannt gegeben.

Insgesamt war das NWT geprägt von Offenheit, Praxisnähe und dem gemeinsamen Wunsch, Prävention weiterzudenken und aktiv zu gestalten. Der intensive Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll das Netzwerk für alle Beteiligten ist – und wie viel Potenzial in der gemeinsamen Arbeit steckt. Das erste spontane Feedback am Ende des Treffens brachte es dabei treffend auf den Punkt: „Sehr tolles, informatives Treffen!“

 

27.04.2026